Warum Anerkennung so wichtig ist

Warum Anerkennung so wichtig ist oder eben auch nicht, liest du in diesem Artikel. Soziale Anerkennung ist eines der erforschten Lebensmotive bzw. Lebensbedürfnisse, welches jeder Mensch in sich trägt. Jeder hat ein Bedürfnis nach Anerkennung. Bei dem einen ist es mehr ausgeprägt bei dem anderen weniger. Das Bedürfnis nach Anerkennung ist in jeder Persönlichkeit verankert bzw. liegt in unserer Veranlagung.

Was zeichnet das Bedürfnis nach Anerkennung aus?

Menschen mit einem hohen Bedürfnis nach Anerkennung gelten eher als unsicher. Menschen mit einem geringen Bedürfnis nach Anerkennung gelten als selbstsicher. Dass diese beiden Persönlichkeitsmerkmale die Ursache für Reibung oder Konflikte sein können, liegt auf der Hand. Und liest du etwas weiter unten im Text.

Jemand mit einem starken Bedürfnis nach Anerkennung ist auf das Echo von außen angewiesen (Freunde, Arbeitskollegen, Familienmitglieder etc.). Diese Menschen streben nach Bestätigung, oftmals nach Perfektionismus und nach sozialer Akzeptanz. Häufig sind sie kritiksensibel, wollen Fehler vermeiden und haben Angst vor Zurückweisung.

Dagegen sind Menschen mit einem geringen Bedürfnis nach Anerkennung komplett anders programmiert. Sie sind selbstsicher, oftmals nicht auf den Mund gefallen und meistens eher direkt, wenn es um das Thema Kommunikation geht. Kritik spornt diese Menschen an, und Fehler sehen sie als etwas Positives, da man aus ihnen lernt.

Natürlich sind etliche Menschen, die beide Seiten in sich tragen und irgendwo als „neutral“ einzustufen sind. Diese sind in einigen Situationen unsicher, in anderen wiederum sehr selbstsicher.

Geringes Bedürfnis nach Anerkennung vs. hohes Bedürfnis nach Anerkennung

Einer der erfolgreichsten Torwarte der deutschen Fußballgeschichte beispielsweise war und ist gefühlt ein Mensch mit einem möglicherweise geringen Bedürfnis nach Anerkennung. Von wem mag ich wohl sprechen? Schaue dir seine vergangenen Interviews an, wenn er einmal ein Fußballspiel verloren hatte. Man wird feststellen, wie selbstsicher er mit Kritik umging. Ein verlorenes Spiel galt als Ansporn, um beim Rückspiel oder im nächsten Turnier extra gut zu sein. Kritik wurde für ihn zum Motivator.

Ein Top-Star aus dem Musikbereich und ehemaliges Mitglied einer der erfolgreichsten Boygroups aus Großbritannien zeichnete sich in der Vergangenheit in den Medien aus als Mensch mit einem äußerst hohen Bedürfnis nach Anerkennung. Während der Phase seiner ersten Solo-Alben zu Beginn der 2000er Jahre brachten ihn Kritik, „falsche“ Schlagzeilen und fehlendes Lob vom Publikum oder der Journaille oftmals aus dem Gleichgewicht. Aussetzer waren die Folgen. Mittlerweile hat er gelernt, mit einem hohen Bedürfnis nach Anerkennung umzugehen. Sicherlich ist seine neue private Situation (Frau und Kind) dafür ein möglicher Auslöser gewesen.

Anerkennung als Ursache für Probleme

Selbstsichere und unsichere Menschen schätzen sich tendenziell nicht. Selbstsichere Menschen denken, dass unsichere Menschen ihr eigener ärgster Feind sind, da sie ihrer Meinung nach zu sehr aufs Außen hören. Menschen mit einem hohen Bedürfnis nach Anerkennung denken, dass selbstsichere Menschen zu glatt sind.

Beide Veranlagungen sind definitiv in unserer Welt vorhanden und bieten somit Stoff für Missverständnisse, Reibungen und Konflikte. Wenn man sich allerdings dieser Thematik bewusst ist, dass andere Menschen bezüglich sozialer Anerkennung anders ticken als man selbst, ist man klar im Vorteil. Und viele Situationen werden nicht mehr so heiß gegessen, wie sie gekocht werden.

Unsichere Menschen (mit einem hohen Bedürfnis nach Anerkennung) sind fast permanent aufs Außen und auf positives Feedback angewiesen. Sollten sie in der Situation sein, dass sie in ihrem Alltag kein Feedback empfangen können, können Maßnahmen im Rahmen eines Coachings erarbeitet werden. Selbstsichere Menschen sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder selbstsicher ist.

Genaue Ermittlung für das eigene Bedürfnis nach Anerkennung

Wer es genau wissen will, wie er bezüglich sozialer Anerkennung tickt, darf sich gerne bei mir melden. Eine Persönlichkeitsanalyse (Reiss Motivation Profile) wird definitiv Klarheit schaffen und dich wieder ins Gleichgewicht im Beruf und im Privaten bringen. Der Forschung sei gedankt.

To-do’s:

  1. Stellen dir doch einmal die Frage, welcher Anerkennungstyp du bist. Derjenige mit einem hohen Bedürfnis nach Anerkennung? Oder derjenige mit einem geringen Bedürfnis? Notiere dir deine Gedanken.
  2. Sortiere deine Gedanken nach „beruflich“ und „persönlich“. Was fällt dir auf?
  3. Jetzt „überprüfe“ doch einmal die fünf Menschen, mit denen du am meisten zu tun hast (Beruf/ Privatleben). Welche Anerkennungstypen sind diese? Und erkennst du Schwierigkeiten im Umgang mit diesen fünf Menschen?
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