Hör auf zu lästern ist ein gut gemeinter Ratschlag, den man im Alltag sehr oft geben oder hören sollte. Denn, egal ob im Büro, auf der Arbeit oder im beruflichen Kontext allgemein – gelästert wird immer und überall. Aber muss das sein? Selbst im privaten Umfeld wird gelästert, getratscht und geratscht. Und für das Wort „lästern“ gibt es zig verschiedene Synonyme:

Es gibt viele Synonyme

Hör auf zu lästern, hör auf zu bashen, hör auf herzuziehen, schlecht zu reden, zu klatschen, zu tratschen, abzulästern, zu höhnen, zu spötteln, zu witzeln, sich das Maul zu zerreißen. Es gibt viele Bedeutungen, und es wird viel gelästert. Aber was genau sind die Hintergründe?

Ein Ausdruck des eigenen Mangels

Lästern ist so gesehen ein Ausdruck des eigenen Mangels. Wer über jemanden lästert, spürt im Unterbewusstsein einen eigenen Mangelzustand. Wenn du dich ertappst, wie du über jemanden lästerst, der beispielsweise in einem Gespräch besonders unverschämt herübergekommen ist, kann es sein, dass du insgeheim selber vielleicht etwas unverschämter oder resoluter sein willst. Viele regen sich auf, warum eine bestimmte Dienstleistung oder ein Produkt so teuer oder gar überteuert ist. Und schon wird darüber gelästert. Möglicherweise ist es ein Anzeichen dafür, dass man es ggf. selbst nicht schafft, für seine eigene Arbeit ausreichend Geld zu verlangen.

Wenn du dich selbst ertappst, gelästert zu haben, halte kurz inne und versuch für dich herauszufinden, was der innere Grund für deine Lästerei ist. Weswegen regst du dich über gewisse Verhaltensweisen deiner Mitmenschen auf? Menschen befinden sich oft unbewusst (manchmal auch bewusst) in einer Art Mangelsituation. Das ist menschlich und weit verbreitet, aber nicht wirklich notwendig. Versuch stattdessen, deine Mangelgedanken zu identifizieren und zu verabschieden. Oder in Gedanken der Fülle umzuwandeln. Damit lebt es sich wesentlich leichter. Und du wirst für deine persönliche Entwicklung davon profitieren. Melden dich gerne dazu.

Gegen sich selbst lästern

Viele Menschen reden auch schlecht über sich selbst und hegen und pflegen gewisse negative Glaubenssätze, die sie regelrecht zum Lästern animieren, wenn sie auf andere Leute treffen. Wenn du schlecht über dich selbst redest bzw. denkst, dann wird es besonders haarig. „Ich bin zu dick“, „Ich bin nicht genug“, „Ich schaff das nicht“, „Ich kann das nicht“ oder „Ich kann nicht mit Geld umgehen“ sind alles Glaubenssätze, die du auflösen kannst. Etliche negative Glaubenssätze, also innere Lästereien gegenüber sich selbst müssen nicht sein. Auch bei inneren Lästereien ist ein viel produktiveres Ziel, den Mangelgedanken abzulegen und viel mehr in die Selbstliebe zurück zu kommen.

Lästern zieht Energie

Lästern ist nebenbei gesagt eine wahre Energieverschwendung. Besonders dann, wenn du dich richtig hineinsteigerst und die negativen Aspekte und Gedanken Überhand nehmen. Oder fester Bestandteil vom (Büro-)Alltags geworden ist. Du könntest in der aufgebrachten Zeit stattdessen produktiven Dingen nachgehen, positive Gedanken pflegen oder einfach eine gute Zeit haben. Probiere es einfach einmal aus und lass den Satz Hör auf zu lästern fallen im Beruf oder im privaten Bereich. Du wirst Momente des Staunens ernten. Und bei Fragen dazu kannst du gerne auf diesen Artikel verweisen.

Dieser Artikel ist ebenfalls im XING Coaches Magazin erschienen.

Hör auf zu lästern – ToDos

  1. Denk einmal generell über dein persönliches Läster-Verhalten nach – generell und überhaupt.
  2. Führe ein Läster-Notizbuch und schreib eine Woche lang immer abends die Situationen des gerade vergangenen Tages auf, in denen du gelästert hast.
  3. Stell dir dabei diese Fragen: Mit wem habe ich gelästert? Gegen wen oder was habe ich gelästert? Habe ich gegen mich selbst gelästert? Und worum ging es?
  4. Stell dir künftig bei kommenden Läster-Situationen drei rote XXX vor deinem geistigen Auge vor. Das kennst du aus dem TV („Supertalent“), wenn jemand weggebuzzert wird. Dann sag dir zu dir elbst: Hör auf zu lästern. Und schon stehst du über den Dingen.
  5. Versuche, 21 Tage lang nicht zu lästern. Was fällt dir nach diesen drei Wochen auf?

 

 

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