Wer hat in seiner Jugend nicht gerne die Abenteuer von Micky Maus, Pluto, Goofy oder den lustigen Ducks verfolgt? Ich lade dich jetzt und hier einmal ein, zurück in deine Jugend zu gehen, wenn dir Entscheidungen schwer fallen. Stehst du vor einer geschäftlichen oder persönlichen Entscheidung und heißt es: „Soll ich X tun?“. Diese Situation kennen wir zur Genüge – egal ob als Selbständiger oder Angestellter oder auch als Privatperson. Die Disney Methode wird dir helfen!

„Soll ich in das neue Produkt investieren?“, „Möchte ich die Konfrontation mit meinem Chef suchen?“, „Kann ich den bereits gebuchten Urlaub verschieben?“, „Sollte ich die gerade angebotene Eigentumswohnung kaufen?“. Entscheidungsfragen begleiten uns unser Leben lang. Egal in welchem Lebensabschnitt wir uns befinden. Wir scheuen sie allzu oft zu beantworten, da eine Veränderung in unserem Job oder im Privatleben die Folge sein könnte. Und Veränderung ist für uns Menschen im ersten Moment meistens unbequem.

Ein gutes Tool zur Förderung der Kreativität

Für diese Fragen, bei denen es nur eine Antwort gibt, nämlich ein Ja oder ein Nein, ist es sehr clever die Disney Methode anzuwenden. Denn diese Methode ist ein gutes Tool, um die eigene Kreativität zu fördern.

Walt Disney selbst hat mit dieser Methode bereits gearbeitet, als seine ersten Comic-Zeichner und Kreative für ihn tätig waren. Er wusste genau: Jeder unterschiedliche Charakter in seinen Comics lebt in einer unterschiedlichen Gefühlswelt. Und so sollte er auch entwickelt werden, um den bestmöglichen Output zu erlangen. Er hatte seine Zeichner in unterschiedliche Kreativräume eingeteilt, in denen sie die Charaktere der unterschiedlichen Gruppen entwarfen:

  1. Optimist: Der Optimist bzw. Visionär oder auch Träumer entstand im blau gestrichenen Raum (z.B. Daniel Düsentrieb, Erfinder)
  2. Pessimist: Der Pessimist bzw. Kritiker wurde im orangefarbenen Raum entworfen (z. B. Daisy Duck, die immer etwas zu meckern hat).
  3. Realist: Der Realist bzw. Pragmatiker (z.B. Dagobert Duck) fand im nüchternen hellgrauen Raum zum Leben.

 

Begründer der Disney Methode ist Robert B. Dilts

Robert B. Dilts (https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Dilts) hat die Arbeitsweise von Disney ins Coaching gebracht und daraus die Disney Methode entwickelt. Sie wird heute angewendet, um Entscheidungen mit zwei Möglichkeiten einfacher zu fällen. Dilts sagte über Disney: „…tatsächlich gab es drei Walts: den Träumer, den Realisten und den Miesepeter… – …there were actually three different Walts: the dreamer, the realist, and the spoiler“ (Quelle: Wikipedia: Walt-Disney-Methode).

Und so wirst du eingeladen, deine Entscheidungsfrage aus der Sicht der o.g. drei Gruppen zu sehen. Fang mit der optimistischen Gruppe an und notieren so viele Argumente, die aus Sicht eines Optimisten für oder gegen deine Frage sprechen.

Gehe nach einem Break in die Position des Pessimisten bzw. Kritikers und notiere dessen Meinung durch so viele Argumente wie möglich. Alle in Frage kommenden Hürden und Hilfen aus der pessimistisch-kritischen Sicht sind hier gefragt.

Versetze dich als drittes und letztes nach einem erneuten Break in die Rolle des realistisch und pragmatisch denkenden Menschen. Wie beurteilt er, der eher objektiv denkende und logisch denkende Mensch deine Situation? Und welche Hindernisse und Hilfen fallen ihm ein?

Du kannst durch diese Methode zahlreiche Risiken und Chancen erkennen, die dir vielleicht im Vorfeld gar nicht bewusst waren. Ebenso kommen dir Ideen in den Sinn, um ins Tun zu kommen. Und mögliche Risiken vermeidest du einfacher bzw. Chancen kannst du besser nutzen.

Im Idealfall wendest du diese Methode unter Anleitung an, so dass kein Gedanke auf der Strecke bleibt.

 

TO DO: Entscheidungsfindung leicht gemacht – Stell dir aus den drei folgenden Perspektiven die Frage:

„Welche Auswirkung hat X für mich?“ und sammel so viele Statements zu dieser Frage wie möglich (Hilfen und Hürden!):

  1. Sicht des Optimisten / Visionärs / Träumers
  2. Sicht des Pessimisten / Kritikers
  3. Sicht des Realisten / Pragmatikers

Deiner Phantasie sind wirklich gar keine Grenzen gesetzt bei dieser Übung! Wichtig ist, dass du genau die Argumente nach der o.g. Reihenfolge sammelst (mit dem Realisten die Übung beenden). Schreib mir, wie es dir ergangen ist.

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