Oft überrennt uns der Alltag und tausend Situationen führen dazu, dass wir uns in Kleinigkeiten verstricken und nicht mehr das große Ganze sehen. Das mag vielleicht für die jeweilige Tätigkeit in der Minute wichtig sein, aber ist es das auch für das große Ganze, wenn es um unsere berufliche Karriere dreht oder eine private Weiterentwicklung ansteht?

Der Tunnelblick, den man sich schnell aneignet, wenn man sich mit Details beschäftigt, gilt es von Zeit zu Zeit zu durchbrechen, wenn wir uns langfristig weiterentwickeln wollen. Dauerhaftes Abarbeiten führt oftmals dazu, dass die eigene Weiterentwicklung stagniert. Dadurch dass man aber immer am „rotieren“ ist und eine hohe Workload zu bewältigen hat, fällt die Stagnation erst einmal nicht auf.

 

Technik, das große Ganze zu sehen

Deswegen ist es so wichtig, sich im Idealfall einmal pro Tag selbst zu reflektieren. Ein guter Moment dafür ist die Zeit vor dem Schlafengehen. Machen Sie sich doch daraus ein festes Ritual, indem Sie sich, sagen wir einmal, drei oder vier Fragen stellen und diese sich selbst auch beantworten:

Fragen zum Thema: das große Ganze sehen

1. Welches war der größte Brennpunkt des heutigen Tages?

2. Welches war der Grund dafür?

3. Was möchte ich morgen anders machen, damit die gewisse Situation nicht noch einmal geschieht?

4. Welcher war der beste Moment des heutigen Tages?

5. Und für welches Ereignis oder Begebenheit bin ich heute dankbar?

6. Welcher Person bin ich besonders dankbar?

Durch die innere Beantwortung einiger der o.g. Fragen, kommst du direkt in die Selbstreflexion und die Verbindung zu deiner Innenwelt wird wieder gestärkt. Du bekommst eigenmächtig neuen Input und kannst als Folge wieder das große Ganze sehen (Karrierepläne, private Belange). Probiere es doch einfach einmal aus in der nächsten Arbeitswoche und schreibe mir deine Erfahrungen.

 

Auch Weltstar Céline Dion sieht das große Ganze

Erfolgreiche Weltstars, Wirtschaftsbosse und einige Politiker sehen ebenso das große Ganze. Céline Dion zitierte zu diesem Thema auf ihrer 2017er Tournee ihren verstorbenen Ehemann und Manager René Angélil. Dieser erklärte ihr, dass sie sich nicht mit einem Hit abgeben soll, sondern permanent das große Ganze in Sicht behalten solle. Er sagte damals: „You don’t wanna have a hit, you wanna have a career because you wanna sing all your life.“ –> Du willst nicht nur einen Hit landen, du willst eine Karriere haben, denn du willst dein ganzes Leben lang singen.

Gesagt, getan. Mittlerweile gehört Céline Dion mit über 700 Awards und 300 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Sängerinnen weltweit neben Madonna, Shania Twain, Adele und Maria Carey. Und Dion hält bis heute an dieser Vorgehensweise fest, wenn sie ihrem Publikum dankt: „You did not give me a hit. You gave me a career and I thank you all for that. Thank you so much.“ –> Ihr gabt mir nicht einen Hit, Ihr habt mir eine Karriere ermöglicht, und ich danke Euch für alles das. Vielen Dank.

 

ToDos zum Thema „das große Ganze sehen“

  1. Nimm dir regelmäßig Zeit, dein persönliches große Ganze zu sehen für Karriere und für private Belange – z.B. täglich vor dem Schlafengehen.
  2. Stell dir selbst ein paar Fragen, was gut war und was nicht – an dem jeweiligen Tag. Ende mit Fragen, wofür du dankbar bist.
  3. Wenn du magst schreibe deine Antworten in dein eigenes Gedankenbuch.
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