Das Thema Schreiben mag für einige sicherlich sehr banal klingen, ich stelle in meinen Coachings aber immer und immer wieder fest, dass viele Menschen sehr unstrukturiert durch den Alltag laufen. Deswegen gibt es für dieses vermeintlich banale Thema jetzt einen eigenen Blog-Artikel auf die Augen. Viel Spaß damit!

Die Redensart „Wer schreibt, der bleibt“ soll angeblich von Goethe stammen, genau weiß man es aber nicht. Dafür ist die Bedeutung umso klarer: Etwas Geschriebenes und Veröffentlichtes bleibt der Nachwelt erhalten (Bücher, Zeitschriften, Geschäftsberichte, Testamente etc.), und somit bleibt der Autor auch im Gedächtnis.

 

Ein reflektiertes Leben und ein entspannter Alltag

Darum geht es aber nicht in erster Linie. Schreiben dient dazu, ein reflektiertes Leben und einen entspannten Alltag führen zu können. Es ist absolut ratsam, ein eigenes „Gedankenbuch“ zu führen, welches man regelmäßig mit Gedanken, Eindrücken, Ideen, Vorstellungen und Visionen füllt. Das „Buch“ hat den Vorteil, dass man nicht in einer „Zettelwirtschaft“ unter geht und mit losen Zetteln arbeiten muss.

Durchs Schreiben manifestiert sich das jeweilige Thema enorm: Zum einen durch den Gedanken selbst, zum zweiten durch den Schreibvorgang, wenn der Gedanke in Worte gefasst wird, und zum dritten durch erneutes Lesen der Aufzeichnungen im Anschluss. Das Gedankenbuch handschriftlich zu führen hat den Vorteil, dass Sie beim Schreibvorgang den jeweiligen Gedanken weiterspinnen können. Somit beschäftigen Sie sich noch länger mit Ihrem Thema. Diese „Verlängerung“ des Denkprozesses ist beim Schreiben auf dem Rechner oder auf dem Smartphone in einer App nicht so ganz gegeben. Beim elektronischen Schreiben sind Sie schneller fertig.

 

Eine gute Methode, um Glaubenssätze zu entlarven

Zusätzlich bekommen Sie beim regelmäßigen Führen des eigenen Gedankenbuches einen guten Überblick, was Sie im Laufe der Wochen beschäftigt. Das Gedankenbuch hilft Ihnen, Ihre Brennpunkte, Sorgen und Zweifel an die Oberfläche zu bringen. So können Sie Ihr jeweiliges Thema über längere Zeit hinweg – wenn nötig – bearbeiten.

Finden Sie immer wiederkehrende Themen und Muster? Vielleicht identifizieren Sie daraus hinderliche Annahmen bzw. Glaubenssätze, die Sie schon lange mit sich rumtragen. Solche Annahmen und Glaubenssätze wurden in den meisten Fällen einem in der Kindheit infiltriert – von seinem jeweiligen Umfeld. Bewusst oder unbewusst. Schreiben bzw. ein Gedankenbuch hilft dabei, diese Annahmen zu Papier zu bringen, aber natürlich auch alle weiteren Ideen und Pläne.

Durch regelmäßiges Schreiben erhöht sich Ihr Gehalt an Struktur und Ordnung enorm. Eine klare Sicht auf sich selbst und sein Umfeld ist die Folge.

 

Der Limelight Coaching-Tipp zum Thema Schreiben

Legen Sie sich ein richtig cooles Gedankenbuch zu! Das muss auf jeden Fall toll aussehen, so dass Sie es super gerne und oft in die Hand nehmen wollen. Es gibt sehr unterschiedliche Varianten – im Schreibwarenhandel oder im Internet (mit Umschlag aus Leder oder hochwertiger Pappe, DIN A4 oder DIN A5 etc.).

Führen Sie für mindestens drei Monate das Gedankenbuch, indem Sie jeden oder jeden zweiten Tag Ihre Aufzeichnungen vermehren. Im Regelfall sucht man sich dafür einen fixen und wiederkehrenden Zeitpunkt und Ort aus – beispielsweise abends direkt vor dem Ins Bett Gehen.

Einmal pro Woche oder alle zwei Wochen lesen Sie sich die Aufzeichnungen der vergangenen Tage und Wochen durch oder quer. Auffallende Themen, die zueinander passen, können Sie mit farbigen Textmarkern so markieren, dass Sie diese schneller wiederfinden.

Durchs Schreiben werden Ihre Gedanken sortierter und Ihre Pläne und Vorhaben konkretisieren sich dadurch in Windeseile.

Schreiben Sie mir gerne, welche Erfahrungen oder Veränderungen Sie gemacht haben, nachdem Sie angefangen haben, ein Gedankenbuch zu schreiben.

 

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